Sonntag, 6. Januar 2013

Kein Schmerz ist größer, als sich der Zeit des Glückes zu erinnern, wenn man im Elend ist.

Wie wahr die Worte von Dante Alighieri doch sind.

Und eben dieser Schmerz ist es, der mich, zeitweise, umtreibt.

Ich leide nicht dauerhaft. Da ist kein Schmerz. Da ist nichts. Ein Hauch von Einsamkeit, ja, aber kein unerträgliches Elend.

Nur der Schmerz, wenn gute Erinnerungen aufkommen.

Und dieser schubartige andere Schmerz.


Wenn Erinnerungen aufkommen...

Alles in meinem Leben scheint so mit ihm behaftet zu sein. Seit 6 Monaten wohne ich in Berlin. Er war nur 2x hier. Aber an diesen beiden Malen waren wir an den Orten, an denen ich so oder so häufig bin. Die sich auch nicht meiden lassen.

Und in meinem Geiste ist er dann auch da. Hält meine Hand. Erzählt mir langweiligen Kletterkram oder hört mir völlig entnervt bei meinem Lebensmonolog zu.
Ja. Da ist dann Schmerz.


Unerklärliche Schübe...

Und dann ist da dieses andere Elend. Ganz plötzlich. Ohne Auslöser. Ein Angriff aus dem Hinterhalt, ein überwältigender Seelenschmerz, der mir für einige Sekunden die Luft raubt. Und dann?
Vergangen. Ohne Nachbeben und ohne Tränen.

Ich glaube, dass das die schlimmste Form von Schmerz sein muss. Dauerhafter Schmerz ist berechenbar, man lernt ihn kennen, akzeptiert ihn an seiner Seite.
Aber diese Schübe, die einen wie eine Windböe kurz umhauen um dann wieder sofort von Windstille abgelöst zu werden. Die sind nicht berechenbar.
Unerklärlich und intensiv.
Derartiges habe ich noch nicht erlebt.



Aber in der Gesamtheit, im Lebenslauf ist da nichts. Sollte ich nicht leiden? Schreien? Weinen? Vegetieren? Nach 2 1/2 Jahren Beziehung wäre das doch normal.

Aber wenn ich da in mich höre ist da nur diese Leere.
Ich fühle mich ein bisschen haltlos. Aber das wusste ich vorher, das war der Grund warum ich die Trennung hinausgezögert hatte, weil ich Angst habe/hatte auf eigenen Beinen zu stehen.


Es ist erträglich. Im Moment. Vielleicht kommt das große Beben noch?
Ich weiß es nicht. Wer weiß das schon.


Ich bin gespannt wie es weitergeht, gespannt was du da mit mir machen wirst mein Herz.
Wirst du mir neue Wege eröffnen? Wirst du dich eines anderen besinnen?


Ich warte sehnsüchtig auf das nächste Kapitel.

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